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Schreibtisch in der Praxis Dr. Martinez

Fragen & Antworten

  • Brauche ich eine Überweisung vom Hausarzt?

    Nicht unbedingt. Allerdings erhält ihr Hausarzt einen Befundbericht, wenn Sie mit einer Überweisung kommen und dem Bericht zustimmen. Ihr Hausarzt kennt dann Ihren gesamten Gesundheitszustand und erfährt den Namen der Psychopharmaka, die Sie einnehmen.

    Ohne Ihre Einwilligung wird jedoch kein Bericht erstellt. Die Vertraulichkeit und Schweigepflicht ist jederzeit gewährleistet.

  • Hat Psychotherapie Nebenwirkungen?

    Aufgrund der Aufdeckung mancher inneren Konflikte kann eine vorübergehende emotionale Labilität und Unsicherheit auftreten. In langjährigen Therapien kommt es möglicherweise zu einer leichten Abhängigkeit vom Therapeuten aufgrund der eingeschränkten Selbsthilfefähigkeit der Patienten. Diese wird allerdings vor Beendigung der Therapie aufgearbeitet.

  • Ich habe Burnout. Kann ich zu Ihnen kommen?

    Ja, wenn Sie an einem psychovegetatives Erschöpfungssyndrom infolge einer beruflich bedingten Beanspruchungsreaktion leiden, sind sie bei mir richtig.

    Mein Behandlungskonzept basiert auf Psychotherapie, eventuell medikamentöser Unterstützung und Gruppentherapie (Kurs "Stress lass nach!", Progressive Muskelentspannung)

  • Ich habe keine Zeit für Therapie. Kann ich nicht einfach Medikamente nehmen?

    Manche Patienten sind von dem Gedanken an eine Psychotherapie nicht gerade begeistert. Sie wollen nicht lange reden, sondern möglichst schnell gesund werden.

    Wenn Medikamente jedoch nicht wirken, ist es naheliegend, dass sich das Denken, die mentalen Einstellungen und die erlernten Methoden der Konfliktbewältigung ändern müssen. Das können Medikamente alleine nicht leisten.

    Die Chance, ihnen mit einer Kombinationstherapie helfen zu können, ist deutlich größer, als mit einer Therapiemethode allein.  

  • Ich habe schon einmal Psychotherapie gemacht. Ist das ein Problem?

    Wenn seit der letzten Therapie zwei Jahre vergangen sind, kann man eine neue Therapie beantragen.

  • Ist Psychotherapie auch bei Studienproblemen hilfreich?

    Ja, Studienproblemen wie zum Beispiel Prüfungsangst lässt sich gut mit wenigen Psychotherapie-Sitzungen begegnen. Therapeutische Basis ist ein kognitiv-verhaltensorientierter Ansatz.

  • Kann ich den Therapeuten noch wechseln, wenn die Probesitzungen vorüber sind?

    Die bereits bewilligten Stunden sind zunächst personenbezogen und nicht auf einen anderen Psychotherapeuten übertragbar.

    Wenn also beispielsweise 25 Sitzungen genehmigt wurden und Sie nach der 15. Sitzung den Psychotherapeuten wechseln möchten, können Sie die verbleibenden 10 Stunden nicht automatisch bei einem anderen Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

    Der neue Therapeut muss einen neuen Antrag auf Kostenübernahme stellen, dem aber häufig von der Krankenkasse zugestimmt wird.

  • Psychiater, Psychologe, Psychotherapeut, Psychoanalytiker - an wen wende ich mich am besten?

    Jeder, der Hilfe bei psychischen Probleme sucht, ist zunächst verwirrt durch ein vielfältiges Angebot: Es gibt sehr unterschiedliche Berufsgruppen, die psychotherapeutisch tätig sind. Ihre Entscheidung sollten Sie zum einem von der fachlichen Qualifikation und zum anderen von der Persönlichkeit des Therapeuten abhängig machen.

    Psyche

    Psyche heißt auf Griechisch die Seele. Die Häufigkeit von seelischen Problemen und Krankheiten hat in unserer modernen Gesellschaft zugenommen. Mehrere Berufsgruppen kümmern sich um derartige Störungen, die auch erheblichen Einfluss auf das soziale Wohlbefinden aber auch auf körperliche Funktionen haben können.

    Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie

    Die Psychiatrie ist die Lehre von seelischen Erkrankungen, deren Ursachen, Diagnostik und Behandlung. Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann Medikamente verschreiben und psychotherapeutische Verfahren einsetzen.

    Diplom-Psychologen

    Die Psychologie ist kein Gebiet der Medizin sondern beschäftigt sich allgemein mit dem Verhalten des Menschen und dessen Entwicklung. Es gibt psychologische Psychotherapeuten, die Verfahren der Psychotherapie einsetzen, aber zum Beispiel keine Diagnostik ohne ärztliche Aufsicht durchführen und keine Medikamente verschreiben dürfen.

    Psychoanalytiker

    Die Psychoanalyse ist eine besondere psychotherapeutische Therapieform, die von Sigmund Freund und seinen Schülern etabliert wurde. Hierbei sollen psychische Erkrankungen durch die Freilegung von unbewussten Vorgängen, die oft in die Kindheit zurückreichen, geheilt werden.

    Die Psychoanalyse besteht aus mehreren Sitzungen im Liegen pro Woche über mehrere Jahre. Psychoanalytiker haben "Psychoanalyse" als Therapieverfahren gelernt, vorausgegangen ist ein Studium der Psychologie oder Medizin. 

  • Wann ist eine ambulante Psychotherapie ungeeignet?

    Eine ambulante Psychotherapie setzt eine gewisse körperliche und psychische Stabilität des Patienten voraus.

    In manchen Fällen ist zunächst eine andere Behandlungsform sinnvoll bzw. erforderlich, bevor die ambulante Psychotherapie ihre Wirkung entfalten kann. So wird etwa eine ambulante Suchttherapie für alkoholabhängige Patienten nur im "trockenen" Zustand durchgeführt. Zuvor muss eine stationäre Entgiftung und Entwöhnung erfolgt sein. Auch Patienten in suizidalen Krisen werden zunächst während eines Klinikaufenthaltes stabilisiert, bevor sie eine ambulante Psychotherapie beginnen.

  • Wann ist eine stationäre Therapie ratsam?

    Manchmal reicht eine ambulante Psychotherapie für die Genesung nicht mehr aus. Eine stationäre Behandlung ist angezeigt, wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung zu befürchten ist oder wenn die Schwere der Erkrankung eine intensive ärztliche Betreuung erfordert. Die folgende Liste fasst die Indikationen für eine stationäre Behandlung zusammen:

    • Beim Vorliegen einer schweren psychischen Störung 
    • Wenn die Behandlung multimodale Behandlungsansätze erfordert 
    • Wenn die ambulante Therapie unzureichend ist: mangelnder Besserung bzw. Verschlimmerungstendenzen
    • Wenn körperliche Begleiterkrankungen vorliegen, die tägliche ärztliche Kontrollen erforderlich machen (komplexes Krankheitsbild)
    • Bei außergewöhnliche bedrückenden Umständen in der Familie oder im Beruf - der Patient muss raus aus dem Konfliktfeld
    • Bei geringer Motivation / geringem Krankheitsverständnis 
    • Bei Selbst- oder Fremdgefährdung
  • Was ist Psychotherapie?

    Die Psychotherapie ist ein Überbegriff für verschiedene Verfahren zur Behandlung seelischer Beschwerden und psychischer Störungen.

    Die Psychotherapie gehört heute verpflichtend zur Facharztausbildung in der Psychiatrie. In der medizinischen Psychotherapie, die nur von Ärzten durchgeführt wird, kombiniert man die Psychotherapie häufig mit einer ergänzenden medikamentöse Therapie.

    Seit 1999 regelt das Psychotherapeutengesetz die mehrjährige Weiterbildung für alle Berufsgruppen. Psychotherapeut dürfen sich demnach nennen:

    • Fachärzte, deren Ausbildung die Psychotherapie umfasst
    • Psychologische Psychotherapeuten
    • Kinder und Jugendpsychotherapeuten

    Psychologische Psychotherapeuten sind Diplom-Psychologen mit einer Weiterbildung zum Psychotherapeuten. Im Unterschied zu ärztlichen Psychotherapeuten dürfen sie keine Medikamente verschreiben.

  • Was ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

    Unbewusste innere Konflikte, die ein Mensch in Laufe seines Lebens nicht verarbeitet hat, können zu Hindernissen in seiner individuellen Entwicklung werden und dazu beitragen, dass er in späteren Problemsituationen seines Lebens scheitert.

    Das Ziel der tiefenpsychologisch fundierten Therapie liegt darin, verborgene Konflikte zu erkennen, bewusster zu erleben und zu deuten. Weiterhin werden innere Widersprüche, irrationale Ängste und frühere Verletzungen und Kränkungen durchgearbeitet, damit der Weg frei wird für neue Einstellungen und Lösungsmöglichkeiten.

  • Was ist Verhaltenstherapie?

    Grundannahme der Verhaltenstherapie ist, dass Symptome (Krankheitszeichen) auf fehlerhaften, im Laufe des Lebens des Menschen erlernten Verhaltensmuster, Einstellungen und emotionale Reaktionsweisen beruhen. Im Zusammenspiel mit erheblichen Belastungssituationen werden die Symptome akut und beeinträchtigen den Patienten.

    In der Verhaltenstherapie wird der Patient unterstützt seine Schwierigkeiten zu verstehen (Problemanalyse) und durch veränderte, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen zu bewältigen. (Lösungsmöglichkeiten). Die Lebensgeschichte und aktuellen Lebensumstände werden einbezogen. Weitere Elemente der Verhaltenstherapie sind Psychoedukation und Erlernen von sozialen Kompetenzen, wie zum Beispiel partnerschaftlicher Kommunikation.

  • Was kann ich von einer ambulanten Psychotherapie erwarten?

    Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Psychotherapie haben Sie mit Therapiebeginn schon erfüllt: Die Einsicht, dass es ein Problem gibt und Ihr Wunsch, daran etwas zu ändern. Ihre Eigenmotivation zählt!

    Nun braucht es noch etwas Bereitschaft, sich mit Ihrem Erleben auseinanderzusetzen und sich bei der Umorientierung unterstützen zu lassen. Ist dies gegeben, kann Psychotherapie sehr viel bewirken:

    • Symptome und Leidensdruck werden verringert
    • Ein bewussterer Umgang mit Gefühlen stellt sich ein
    • Alternative, erfolgversprechende Verhaltensweisen werden erlernt
    • Die Stresstoleranz verbessert sich
    • Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen steigen
    • Sie gewinnen mehr Entscheidungs- und Handlungsspielraum
    • Sie entwickeln wieder einer positiven Zukunftsperspektive
  • Welche Rolle spielen Medikamente in der Therapie?

    Durch die Gabe von Medikamenten (Psychopharmaka) die auf das zentrale Nervensystem einwirken gehen psychische Symptome, wie Depression, Angst und Spannungszustände schneller zurück. Damit steigt die Therapiefähigkeit und der Therapieerfolg wird begünstigt.

    In manchen, schweren Fällen ist nur durch die Kombination von Pharmakotherapie und Psychotherapie (Kombinationstherapie) ein optimales Therapieergebnis möglich.

    Entgegen manchen Befürchtungen machen die meisten Psychopharmaka weder abhängig noch führen sie zu einer Veränderung der Persönlichkeit. Vielmehr gleichen Psychopharmaka ein bestehendes Ungleichgewicht (einen Mangel oder einen Überfluss an Botenstoffen im Gehirn) aus, so dass ein stabiles Nervenkostüm und eine höhere Ansprechbarkeit der Psychotherapie gegeben sind.

    Wie alle wirksamen Medikamenten können Psychopharmaka Nebenwirkungen haben. Bei fachgerechter Überwachung der Therapie lassen sich diese aber gering halten.

  • Werden Sie mich krankschreiben?

    Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie kann ich, falls notwendig, auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen.

  • Wie erkenne ich, ob dies der richtige Therapeut für mich ist?

    Es zählen die Methode bzw. fachliche Qualifikation und die Person des Therapeuten. Fragen Sie sich selbst, ob Sie mit Ihrem Behandler offen und vertrauensvoll reden können. Die Therapie kann nur wirken, wenn die Beziehung von Vertrauen und Respekt geprägt ist.

  • Wie lange dauert Psychotherapie?

    Die Krankenkassen begrenzen die Stundenzahl für Psychotherapie.

    Eine Kurzeittherapie (KZT) beinhaltet 25 Sitzungen plus 5 Probesitzungen und dauert 12 Monate. Im Falle, dass der Prozess nicht abgeschlossen ist, können weitere 25 Sitzungen beantragt werden.

    Eine Langzeittherapie (LZT) beinhaltet 50 Sitzungen über 2 Jahre. Bei strukturellen Störungen, die sich in praktisch alle Lebensbereiche des Patienten hinein erstrecken (z.B. Borderline- oder, narzisstische Persönlichkeitsstörung, Essstörungen), ist diese Therapiedauer angezeigt.

  • Woran erkenne ich eine psychische Störung?

    Psychische Störungen können nicht "einfach" mit Hilfe eines Tests festgestellt werden, wie zum Beispiel ein Knochenbruch mit einer Röntgenaufnahme diagnostiziert wird. Eine klinische Diagnose kann nur von einem erfahrenen Facharzt oder Psychotherapeuten gestellt werden.

    Anzeichen einer psychischen Störung können eine stark veränderte Wahrnehmung, verändertes Denken, veränderte Stimmungen oder abweichendes Verhalten sein. Wichtig ist: Psychische Störungen sind kein Zeichen von Schwäche; sie können jeden treffen, werden von jedem anders erlebt und können meist wirksam behandelt werden. 

    Vor der Therapie ist jedoch eine Untersuchung im Rahmen eines Erstgespräches erforderlich. Hierbei wird auch ausgeschlossen, dass körperliche Erkrankungen - wie z. B. eine Schilddrüsenerkrankung - die Beschwerden mitverursachen.

  • Woran erkenne ich seelische Beschwerden?

    Ein wichtiger Maßstab für die Diagnose von seelischen Beschwerden ist der Leidensdruck des Patienten. Die persönliche Wahrnehmung spielt also für die Frage, ob Beschwerden vorliegen, eine wichtige Rolle. 

    Die nachstehenden Fragen können bei der Einschätzung helfen, ob seelische Beschwerden vorliegen:

    • So kenne ich mich nicht! Bin ich sehr anders als sonst?
    • Kann ich meine tägliche Arbeit nur noch mit Mühe verrichten?
    • Mache ich mir immer Sorgen und habe ich viel Angst?
    • Leide ich unter körperlichen Beschwerden, für die keine somatische Ursache zu finden ist?
    • Ist mein Schlaf gestört, schlafe ich zu wenig oder zu viel?
    • Fühle ich mich oft aggressiv, hasserfüllt, gereizt oder bin ich sehr intolerant?
    • Bin ich oft krankgeschrieben?
    • Habe ich Selbstmordgedanken?
    • Habe ich kaum noch Menschen, mit denen ich über meine Probleme sprechen kann?
    • Helfen Gespräche mit Freunden nicht mehr?
    • Fällt die Veränderung auch anderen deutlich auf?
    • Ist das schon länger als drei Monate so?
    • Ist mir alles egal?

    Quelle: Rosemarie Piontek

  • ¿Aumenta en Alemania el riesgo de padecer un trastorno afectivo estacional?

    El trastorno afectivo estacional (TAE) es una forma de depresión de carácter anual que puede aparecer a medida que se acerca el invierno y las horas de luz se van reduciendo. La depresión está desencadenada por la respuesta del cerebro a la disminución de la intensidad de luz natural, llevando a un desequilibrio en el metabolismo de la serotonina  y la melatonina.  Estas dos hormonas ayudan a regular los ciclos de sueño-alerta, la energía y el estado de ánimo.

    Las personas que tienen una mayor sensibilidad a las variaciones de luz y a los cambios en la producción hormonal que ésta genera tienen un mayor riesgo de padecer este transtorno.

    El tratamiento del TAE consiste en terapia de luz o  en administración de medicamentos antidepresivos.

  • ¿Qué papel desempeñan los psicofármacos en la terapia?

    Los medicamentos psicotrópicos actúan sobre el sistema nervioso central regulando positivamente los neurotransmisores cerebrales . Su administración permite que desaparezcan más rápidamente síntomas mentales  como la depresión, la ansiedad y el estrés. Estos fármacos:

    • no crean dependencia
    • aumentan la capacidad de asimilar la psicoterapia 
    • mejoran la eficacia del tratamiento

    Gracias a una adecuada supervision profesional se logra que los efectos secundarios sean mínimos.

Schreibtisch in der Praxis Dr. Martinez